04.08.2021
08.04.2021
Normalität in einer verrückten Woche
Einer der Herzenswünsche, vieler Menschen dieser Tage, ist der Wunsch nach Normalität. Dabei ist oft nicht ganz klar was wir uns unter Normalität vorstellen und wünschen: Dass es wieder so ist wie es vor Corona war und die ständige Bedrohung durch einen unsichtbaren Gegner ein Ende hat, gegen den umfassend noch kein Gegenmittel zur Verfügung steht. Viele wünschen sich das Leben ohne die doch belastenden Schutzmasken, ein Leben ohne Kontaktverbot mit anderen Menschen. Besuch eines Lokals, beim Frisör, eines bestimmten Geschäfts. Viele möchten sich in Ihren Gruppen treffen, dem Spielekreis, der Musikgruppe, im Chor, möchten ohne Abstand musizieren. Da ist das Sehnen nach Gottesdiensten, in denen wieder gesungen wird und unsere Kirchen voll sein dürfen.
Weinachtsbrief 2020
07.04.2021
Der Mars
Neugierig sind wir schon. Neugierde kann ein starker Antrieb sein nachzufragen, zu forschen und auszuprobieren was möglich ist – auch die eigenen Grenzen zu testen.
In schwerer Zeit - Gedanken zur Jahreslosung 2020
„Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ Markus 9,24
22. März 2020
Werner Otto Sirch
Beten ist gefährlich
(Carmen Lenner, ev. Gemeindereferentin)
09.01.2021
Beunruhigende Nachrichten aus den USA
09. Januar 2021
Die US-Sicherheitsbehörde FBI fahndet nach den Gewalttätern
vom Kapitol. Auch politisch läuft die Aufarbeitung:
Ein Impeachment gegen Trump wird
immer wahrscheinlicher
Ein Zaun, zwei Zäune,
und dann noch einer. Wer sich in diesen Tagen dem US-Kongress nähert, muss
durch viele Absperrungen gehen. Hunderte Soldaten der Nationalgarde haben sich
über das weitläufige Gelände auf dem Capitol Hill verteilt, bewaffnet und in
Camouflage.
Im Inneren des Gebäudes sind die meisten Schäden der
Krawalle beseitigt. So ist die Rotunde, der lichtdurchflutete Saal unter der
Kuppel des Kapitols, nach Verwüstungen wieder geöffnet. Doch in vielen Gängen
sieht man Spuren vom Sturm der Trump-Anhänger. Fenster sind zersplittert, Türen
abgeklebt, an allen Eingängen sind Polizisten.
Warum derartige Sicherheitsvorkehrungen nicht schon am
Mittwoch getroffen wurden, diese Frage wird in Washington heiß diskutiert. Denn
vielen Menschen scheint es noch immer unbegreiflich, dass der US-Kongress nicht
besser geschützt wurde.
„Ich gehe seit 20 Jahren regelmäßig demonstrieren“, sagt
Joan Stallard, eine Bewohnerin Washingtons. „Wenn ich mit meinen Mitstreitern
ins Kapitol ging, komplett friedlich, mussten wir sogar unsere Stöcke von den
Plakaten abmachen.“
Tausende Trump-Anhänger hatten Fenster und Türen
aufgebrochen, skandierten „Wir übernehmen jetzt!“ und bedrohten Abgeordnete,
Senatoren und Mitarbeiter. Erst nach sechs Stunden Chaos hatten Einsatzkräfte
das Kapitol geräumt.
„Ärger, Hass, Groll im Herzen“
Ein anderer Anwohner, Elba Arrocha, kann es ebenfalls nicht
fassen. „Jeder wusste, dass diese Schläger Ärger, Hass, Groll und alles andere
Schlechte in ihren Herzen mitbringen würden.“ Für die Afroamerikanerin Robyn
Baggetta ist der Grund für die Eskalation eindeutig: „Warum es so wenige
Verhaftungen gab, warum so wenig getan wurde? Die Terroristen waren weiß, und
Rassismus ist in diesem Land sehr lebendig.“
Drei Tage sind vergangen, seit die schockierenden
Szenen aus dem Machtzentrum der USA um die Welt gingen. Die Behörden
widmen sich der Aufarbeitung: Die US-Sicherheitsbehörde FBI (Federal Bureau of
Investigation) fahndet mit Hilfe der vielen Aufnahmen im Netz nach Einzeltätern
des Mobs, mehr als 50 Menschen wurden verhaftet. Vor dem Bundesgericht in
Washington sind 13 Personen angeklagt, „und sie sind erst der Anfang“,
verspricht man.
Fünf Menschen kamen bei den Ausschreitungen ums Leben, in
einem Todesfall hat das Justizministerium Ermittlungen wegen mutmaßlichen
Mordes eingeleitet. Ein Polizeibeamter war an seinen Verletzungen gestorben,
die ihm einer der Gewalttäter mit einem Feuerlöscher zugefügt hatte.
Viele Details und Umstände sind ungeklärt, doch zunehmend
verfestigt sich der Eindruck eines Desasters mit Ansage. So berichteten
US-Medien, die hauseigene Polizei des Kongresses habe kaum mit der Polizei der
Hauptstadt DC kommuniziert, und umgekehrt. Dadurch ging wertvolle Zeit
verloren, um auf die angemeldete Trump-Demo zu reagieren.
Pentagon verzögerte Einsatz der Nationalgarde
Auch der späte Einsatz der Nationalgarde wirft Fragen auf.
Der Gouverneur des benachbarten Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, gab am
Freitag erschütternde Einblicke. So habe er sofort 200 Nationalgardisten zum
Kapitol schicken wollen, als er von den Krawallen erfuhr. Doch ihm seien die
Hände gebunden gewesen. Denn das Pentagon, das die Entsendung der Soldaten
final bestätigen muss, habe ihn hingehalten. „Wir waren bereit und in der Lage,
zu helfen. Aber uns wurde wieder und wieder die Genehmigung verweigert“, so
Hogan.
Parallel bekam Hogan einen Anruf von einem aufgelösten Steny
Hoyer, dem Republikaner-Chef im Repräsentantenhaus. Hoyer rief Hogan aus einem
Bunker unter dem Kapitol an, in den die Kongressführung evakuiert worden war.
„Er sagte, dass die Polizei des Kapitols überfordert ist und dass sie Unterstützung
brauchen“, erzählte Hogan sichtlich bewegt. Doch erst 90 Minuten später kam die
erlösende Nachricht aus dem Pentagon: Die Nationalgarde könne starten.
Im Kongress läuft derweil die politische Aufarbeitung,
denn ein Impeachment-Verfahren wird immer wahrscheinlicher. Demokraten-Chefin
Pelosi stellte am Freitag Trumps geistige Fähigkeit in Frage, sein Amt
auszuüben.
Der Präsident hatte seine Anhänger aus Protest gegen das
Wahlergebnis dazu aufgerufen, zum Kapitol zu ziehen. „Wir müssen verhindern, dass
ein unfähiger Präsident die Kontrolle über Atomwaffen hat“, so Pelosi. Die
Demokraten fordern, dass Trump „unmittelbar und freiwillig“ zurücktritt –
andernfalls wolle man bereits am Montag ein neues Impeachment in die Wege
leiten.
Impeachment im Schnelldurchlauf?
Doch kann Trump überhaupt des Amtes enthoben werden, knapp
zwei Wochen vor dem Regierungswechsel? Zumindest im Repräsentantenhaus, in dem
die Demokraten dominieren, zeichnet sich eine Mehrheit dafür ab.
Der Entwurf kursiert bereits, er besteht aus einem
Anklagepunkt: „Aufstachelung zum Aufstand“. Weil sich der Kongress erst vor ein
paar Tagen konstituierte, existieren noch keine Ausschüsse, die mit einbezogen
werden müssten. Dadurch könnte man ein Impeachment quasi im Schnellverfahren
auf den Weg bringen.
Auch die Verfassung erlaubt es, einen Präsidenten kurz vor
Ende seiner Amtszeit zu „impeachen“. Rechtlich wäre das sogar nach Trumps
Auszug aus dem Weißen Haus möglich. Der Zeitplan sei eng, aber nicht unmöglich,
heißt es auf dem Capitol Hill. Sobald das Repräsentantenhaus ein Impeachment
beschlossen habe, könne die Kammer die Anklage zur Prüfung an den US-Senat
weiterleiten.
Genau dort, im Senat, waren die Demokraten erst vor rund
einem Jahr gescheitert. Sie hatten ein Impeachment im Zuge der Ukraine-Affäre
eingeleitet, doch es stimmten genügend Republikaner gegen eine Amtsenthebung.
Inzwischen haben sich die Machtverhältnisse geändert. Aber
um Trump zu entfernen, bräuchten die Demokraten 17 Republikaner auf ihrer Seite
– was trotz der Empörung vieler Senatoren eine große Hürde ist.
Umdenken der Republikaner?
Die Demokraten scheinen dennoch ernst machen zu wollen. Ein
Impeachment wäre ein starkes Symbol, auch ohne finale Amtsenthebung, so das
Kalkül. Schließlich wäre Trump der erste Präsident, der zweimal damit
konfrontiert würde.
Außerdem bauen manche Demokraten auf ein Umdenken der
Republikaner: Denn sollte Trump im Senat verurteilt werden, könnte ihn eine
Zusatzklausel daran hindern, jemals wieder für das Präsidentenamt anzutreten.
Das wäre für so manchen Republikaner, der bei den Wahlen
2024 kandidieren will, eine reizvolle Perspektive. Trump hat mehrfach
öffentlich mit der Idee gespielt, es 2024 noch einmal versuchen zu
wollen.
Unabhängig von einem möglichen Impeachment dürften die
Folgen der Ausschreitungen Washington noch lange beschäftigen. Der Chef der
Kongress-Polizei hat seinen Rücktritt angekündigt, doch damit ist es nicht
getan. „Der Angriff hat enorme traumatisierende Auswirkungen auf Mitglieder und
Mitarbeiter“, sagte Pelosi. Der Kongress-Arzt werde zeitnah die psychologische
Betreuung ausweiten.
Außerdem entblößte der Aufstand, dass vertrauliche
Informationen schnell in falsche Hände geraten können – ohne einen
Cyberangriff. Denn die Randalierer stürmten mehrere Büros und nahmen Akten,
Computer, Telefone mit. Das Justizministerium spricht von einer „potenziellen
Sicherheitslücke“.
Auch die Inauguration von Joe Biden am 20. Januar wird unter
eher bedrückenden Bedingungen stattfinden, nicht nur wegen der Pandemie. Die
Nationalgarde will bis Ende des Monats die Stadt absichern.
24.12.2020
Gedanken zu Weihnachten 2020
Wieder geht es auf Weihnachten zu, dem Fest der Liebe. Es ist für mich die Zeit, nieder zu schreiben was mich in diesem Jahr ganz besonders zu Weihnacht bewegt.
In diesem Jahr fällt mir das besonders schwer. Unsere Welt scheint in Flammen zu
stehen: Messerattentate und Erschießungen Unbeteiligter auf offener Straße, Enthauptungen
in Kirchen, Überfälle auf Synagogen, Kriege und neue Kriegsgefahren.
Wir leben in einer schwierigen Zeit. Fühlen uns „eingesperrt“ in unsere
Wohnungen. Durch das Grundgesetz garantierte Freiheiten sind außer Kraft
gesetzt. Vieles ist nicht möglich: Besuche (nur eingeschränkt), Hauskreise,
Essengehen in einem Lokal, Theater, Konzerte, Musikproben (nur eingeschränkt), Sportveranstaltungen,
Bummel auf dem Christkindlesmarkt hier in Nürnberg. Vielen Menschen „fällt die
Decke auf den Kopf“. Man geht mit Masken im Gesicht zum Einkauf, viele haben
dabei Angst sich anzustecken. Der Schulunterricht mit Masken und offenen
Fenstern wird zur Tortur. Wir spüren, dass wir in einer anderen Zeit, in einer
anderen Gesellschaft leben. Gerne hätten wir unser altes Leben zurück. Stattdessen
bricht vieles plötzlich auf. Es macht uns unsicher und durchaus auch ängstlich.
Ich bin erschrocken über wachsendem Egoismus, Radikalismus, Lieblosigkeit und
Gewalt unter uns. Zusammen mit der Covid-19-Infektion macht sich solches in
unserer Gesellschaft scheinbar immer mehr breit.
Trotzdem, es wird Weihnachten! Für uns ein ganz besonderes Fest. Manchmal
zweifle ich aber daran, dass es über den Sinn des Weihnachtsfestes, in unserer
Gesellschaft noch ein tragendes gemeinsames
Verständnis gibt. Für viele ist Weihnachten Konsum, das festliche Essen, die Geschenke,
Besuche bei Eltern und Geschwistern und vielleicht der jährliche
Gottesdienstbesuch in einem der festlichen Weihnachtsgottesdienste. Wie wird es
dieses Jahr wirklich sein? Werden wir von Herzen, wie wir es gewohnt sind,
feiern können? Wohl kaum!
Allein der Gedanke an den Heiligen Abend lässt tiefen Frust in mir aufkommen.
In unserer kleinen, feinen Dorfkirche wird es aus Hygienegründen und dem damit
verbundenen Platzmangel, keinen einzigen Gottesdienst in der Heiligen Nacht geben.
Draußen auf dem Land, in verschiedenen Dörfern und Scheunen, wird sich die
Gemeinde treffen. Unsere kleine Kirche bleibt dunkel, kein Krippenspiel durch
Kinder und Jugendliche, keine Lichterkerzen am Christbaum, keine festliche
Musik durch den Posaunen- und Kirchenchor, der feierliche Glockenklang bleibt
aus und die Orgel stumm. Für mich als Gemeindeorganist schon sehr fatal.
Corona hat uns fest im Griff und wir hoffen trotzdem davor verschont zu
bleiben. Wir spüren Angst um uns und unsere Lieben, Unsicherheit wie es weitergehen
wird. Viele plagt die Sorge, nicht mehr alles Lebenswichtige kaufen zu können.
Wieder wird in den Geschäften gehamstert, wieder, wie im Frühjahr, vor allem
Klopapier und Küchenrollen. Haben wir wirklich solch einen „Schiss“, dass wir uns
davor fürchten müssen nach dem Toilettengang kein Papier mehr zur Verfügung zu haben?
Ja, in gewisser Weise kommen wir wirklich seit Monaten zu kurz. In unserer
kleinen Kirche sind, aufgrund von
Hygienevorschriften, lediglich 35 Sitzplätze ausgewiesen. Für eine lebendige
Dorfgemeinde viel zu wenige. Das Gemeindehaus ist aus gleichem Grund gesperrt.
Gerade in solch schwierigen Zeiten ist das für eine Gemeinde verheerend. Viele alte
Menschen und Alleinstehende vereinsamen, verlieren ihre Kontakte, auch zu ihrer
Gemeinde. Selbst das Treffen unseres Hauskreises fällt unter die strengen
Kontaktverbote. Wir sitzen in unseren Wohnungen und sehnen uns nach denen, die
uns etwas bedeuten. Seit Pfingsten versucht unsere Gemeinde, über ihren
YouTube-Kanal, Kontakte aufrecht zu halten, mit wöchentlichen Kurzansprachen durch
unsere Pfarrerin und auf unserer Orgel gespielter Musik mit Chorälen und
Liedern.
Wie gehe ich als Christ mit dieser Situation um? Immer wieder stelle ich mir
die Frage, ob das wirklich alles so in Gottes Hand ist. Ich weiß und glaube es,
dass uns kein Haar ohne sein Wissen vom Haupt fällt. Wer ist es also, der unser
Leben so total umkrempelt? Ein Virus, nur ein winziger kleiner, für unsere
Augen nicht sichtbarer Virus? Ich kann mich trotzdem nicht der Frage erwehren,
ob es ein Gericht, ein Rufzeichen dessen ist, der die ganze Schöpfung in seiner
Hand hält, durch dessen Wort alles geschaffen ist? Was will er uns sagen, mit
dieser den ganzen Erdkreis umspannenden Pandemie, die so viel Leid mit sich
bringt? Er ist doch der Liebhaber des Lebens, ein Vater, der uns beim Namen
ruft, beschützt und auf uns wartet. Ich will darauf vertrauen, dass Gottes
Liebe auch in dieser unsicheren Zeit einen Weg für uns hat.
Weihnachten, viele von uns feiern es als Fest der Liebe, weil Gottes Sohn, vor
mehr als 2.000 Jahren, in Jesus, in einem Stall geboren, auf diese Welt gekommen
ist. Könige haben den Stern am Himmel als Zeichen seiner Geburt gesehen, den
Hirten auf dem Felde wurde durch Engel Jesu Geburt verkündet: “Euch ist heute
der Heiland geboren.“ Sie sind zum Stall geeilt, um zu sehen was da geschehen
ist und sie fanden das Kind in der Krippe, Jesus, Gottes Sohn. Durch ihn wurde
Gottes Liebe und Macht für uns sichtbar: Blinde sehen, Lahme gehen, Tote stehen
auf. Uns wird die frohe Botschaft von Gottes Liebe verkündet: die Bezahlung für
unsere Verkehrtheit und unsere Schuld. Dafür stirbt der Gottessohn, Jesus,
einen grausamen Tod am Kreuz. Drei Tage liegt er im Grab. Dann bezwingt Jesus
den Tod, der sich an ihm, dem Sündlosen („Der Sünde Sold ist der Tod.“ Röm 6,23),
vergangen hatte. „Ich lebe und ihr sollt auch Leben!“(Joh 14,19), das ist seine Nachricht an uns. Darum
erwarten auch wir im Glauben unsere Auferstehung zum ewigen Leben in Gottes
Herrlichkeit, in der Jesus bei uns wohnt und „der Tod wird nicht mehr sein, noch
Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“. (Offenbarung
21,4)
Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest. Bleibt behütet.
23.04.2019
Sri Lanka an Ostern 2019
Sri Lanka
Anschläge auf Oster-Gottesdienste
und Hotels
Über 300 Menschen haben ihr Leben verloren, mehr als 500 Verletzte werden noch in Kliniken
behandelt.
Ersten Untersuchungen zufolge haben sich sieben Selbstmordattentäter am Ostermorgen, zu der
Zeit als Christen in den Gottesdiensten die Auferstehung Jesu von den Toten feierten, in drei
Kirchen und drei Hotels in die Luft gesprengt.
Nach Angaben der Regierung sind einheimische Islamisten für die Anschläge verantwortlich. Die
Regierung hat den Notstand ausgerufen. Der Islamische Staat reklamiert die Anschläge für sich.
Die Gruppe hat es auf Christen abgesehen, sowie auf Bürger aus Ländern, die ihr Territorium
bombardiert hätten.
Die Anschläge waren, ersten Ermittlungen zufolge,Vergeltung für den Angriff auf eine Moschee
im neuseeländischen Christchurch im März. Die Regierung in Sri Lanka geht von einem
internationalem Terrornetzwerk aus.
Kommentar
Wie krank ist das denn? Rache und Vergeltung zu üben an Menschen, die mit dem Anschlag in
Christchurch nichts, aber auch schon gar nichts zu tun hatten. Ja, es waren "Christen", die in
Neuseeland den verheerenden Anschlag in der Moschee verübt hatten. Deshalb glauben sich die
moslemischen Täter im Recht, mit ihrem mörderischen Tun.
Ich möchte es nicht wahrhaben, dass Menschen so miteinander umgehen, die einen und die anderen,
ob Christ oder Moslem. Dabei müssten uns, den Christen, den Moslimen und den Juden, unsere
Wurzeln klar sein. Wir sind Brüder und Schwestern, Kinder des einen lebendigen Gottes, der
Himmel und Erde geschaffen hat und uns Menschen liebt.
18.04.2019
Jahreslosung 2019
Sucht Frieden und jagt ihm nach
Psalm 34,15bFrieden ist Herausforderung. Es ist nicht einfach Frieden zu halten, denn
das Böse hat nichts mit Gutem und nichts mit Frieden zu tun.(„Lass ab vom
Bösen und tue Gutes.“ V.15a)
Alle unsere Handlungen haben Folgen, gute oder schlechte. Sie sind durch
unsere Gedanken beeinflusst und haben letztlich ihre Wurzeln in unserem
Herzen. Immer wieder fällt es schwer, in uns selbst Frieden zu halten. Wut,
Zorn, Hass bestimmen uns oft genug dort, wo Liebe und Geduld nötig wären.
Sucht den Frieden! Frieden zu suchen und wieder herzustellen scheint
oft unmöglich. Wir erleben sämtliche Zugänge zum anderen versperrt
und geschlossen. Das betrifft sowohl unser soziales Umfeld (Familie,
Schule, Arbeitsplatz) und viel gefährlicher, die Völker und ihr Zusammenleben.
Hier geht es um Machtansprüche, Rassismus, wirtschaftliche und strategische
bzw. machtpolitische Interessen. Um ihretwillen werden Menschen, ihre
Gesundheit und ihr Leben ohne Skrupel immer wieder in Gefahr gebracht
oder gar geopfert.
Wie viel Streit gibt es oft aus nichtigen Gründen. Was läuft in Wohnanlagen
und am Arbeitsplatz hinten rum an der Wahrheit vorbei, um eigene Anteile
an Macht und Einfluss zu erhöhen. Bis hin zum gnadenlosen Mobbing.
Sucht den Frieden! Er liegt nicht einfach so auf der Straße. Es ist vielmehr
harte Arbeit Wege zu finden, die zum Frieden führen. Sucht Frieden! Oft
genug ein schwerer Weg, im alltäglichen Streit Zugang zum Nächsten zu finden.
Jagt dem Frieden nach! Das klingt nach Arbeit. Wer Frieden will ist gefordert,
mit seiner gesamten Persönlichkeit. Dem Frieden nachjagen heißt, nicht
aufgeben, sondern hinsehen auf eigene Verletzungen und Verletzlichkeiten,
um dem Selbstmitleid und dem Zorn im eigenen Herzen keinen Raum und
keine Nahrung zu geben. Wir dürfen unsere Verletzungen und unseren Zorn
um des Friedens willen dem anzuvertrauen, der heilen kann. Es ist der, der
für unsere Schuld und die der anderen am Kreuz bezahlt hat und dessen Liebe
uns allen unverbrüchlich gilt. Er wird unserem Herzen seinen Frieden schenken.
10.01.2017
08.12.2016
Mustafa
Mustafa war Muizin, der in seiner Heimat in der Türkei die Muslimen zum Gebet rief. Den Koran kannte er in- und auswendig. Die Frage, was nach seinem Tod sein wird, beschäftigte ihn, den gläubigen Muslimen, ganz besonders und ließ ihn nicht mehr los. Der Koran gab ihm darauf ein "Vielleicht" zur Antwort.
In der Bibel fand er das Wort Jesu: "Wer glaubt und getauft wird, der ist gerettet" Mk 16,16. Das war es was er gesucht hatte. Darum ließ er sich taufen. "Mit meiner Taufe kam große Freude in mein Herz", erzählte er jedem der es hören oder auch nicht hören wollte. Die Folge: Versteckte und offene Drohungen, so dass er nicht mehr in seiner Heimat bleiben konnte.
Er kam nach Deutschland, dem Land der Christen. Es enttäuschte ihn, dass kaum jemand, im Mutterland der Reformation, mit ihm über seinen Glauben sprach. Er hatte erwartet bei uns fröhlichen Menschen zu begegnen, die voller Freude Jesus nachfolgten.
02.12.2016
Nur Wandschmiererei?
Die Provokation hat zumindest geklappt. Der andere bessert aus: Fete statt Jesus! Das ist seins. Er will sich nicht durch fromme Sprüche nerven lassen. Beten ist für ihn vielleicht etwas ungewohntes, etwas das am Leben vorbeizugehen scheint, nutzloses Reden mit der Wand. Ich versuche zu verstehen: Es geht um die Erfahrung, dass es sich am besten auf einer tollen, fröhlichen Fete lebt.
Mich treibt die Frage um, warum sich das ausschließt: Beten und Fete? Kann man nicht beides pflegen, jedes zu seiner Zeit? Bestimmt geht beides: Ne tolle Fete mit Freunden und Kraft schöpfen durch ein Gebet, in dem ich mich wieder sammeln kann.
27.07.2016
Terror jetzt auch in der Kirche
Anschlag auf Kirche in Nordfrankreich Terror trotz Fußfessel
Freilassung unter Auflagen
IS beansprucht Angriff für sich
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) meldete sich über die Agentur Amaq zu Wort und beanspruchte die Tat für sich. Die Attacke sei eine Reaktion auf Forderungen des IS, Länder der US-geführten Koalition anzugreifen, die in Syrien und dem Irak gegen die Terrormiliz Luftangriffe fliegt. Zuvor hatte Staatspräsident François Hollande erklärt, die beiden Männer hätten sich zum IS bekannt.
"Sie haben am Altar eine Art Predigt gehalten"
Und kein Ende
Amoklauf in München (22.7.2016)
- Was
war passiert?
Ein junger Mann hatte am Freitagabend nahe des Olympia-Einkaufszentrums im Nordosten Münchens wild um sich geschossen. Zehn Menschen kamen ums Leben, darunter der Attentäter, der sich selbst erschoss. Über 30 Menschen wurden verletzt. In der Innenstadt brach nach Falschmeldungen über einen weiteren Anschlag Panik aus. - Wer
ist der Täter?
Ein 18-jähriger Deutsch-Iraner. Geboren und aufgewachsen in München. David S. soll sich viel mit Computer-"Ballerspielen" beschäftigt und den Attentäter des Amoklaufs von Winnenden sowie den Massenmord des Norwegers Anders Behring Breivik verherrlicht haben. Die Handfeuerwaffe, eine Glock 17 Kaliber 9mm, hatte er sich im sogenannten "Darknet" besorgt. - Wer
sind die Opfer?
Der Täter hat neun Menschen erschossen. Die Opfer sind hauptsächlich Jugendliche: drei 14-Jährige, zwei 15-Jährige, ein 17-Jähriger, ein 19-Jähriger, ein 21-Jähriger und eine 45-Jährige. Die Verstorbenen sind offenbar aus München und Umgebung. Bei den Verletzten befanden sich einige Personen noch in äußerst kritischem Zustand. - Was
ist das Tat-Motiv?
Psychische Probleme, keine politische Motivation, willkürliche Auswahl der Opfer: Das sind erste Ermittlungsergebnisse zum Amoklauf in München. Eine spontane Tat war es demnach nicht. - Reaktionen
zur Tat
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat sich vom Anschlag in München "tief erschüttert" gezeigt. Die "brutale und menschenverachtende Tat" erfülle alle "mit Trauer und Schrecken". Die Gedanken seien bei Opfern und Angehörigen. Weiter betonte Seehofer: "Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit". Kanzlerin Angela Merkel äußerte sich erstmals rund 20 Stunden nach der Tat. Doch nicht nur in Deutschland, weltweit gab es Solidaritätsbekundungen.
- Was
war passiert?
Ein Mann war mit einem langen Döner-Messer bewaffnet durch Reutlingen gelaufen und hatte um sich geschlagen. Es gab ein Todesopfer und mehrere Verletzte. - Wer ist der
Täter?
Auf die schriftliche Mitteilung der Polizei, dass es sich bei dem Tatverdächtigen "um einen 21-jährigen Asylbewerber aus Syrien" handele, reagierten Menschen im Internet mit fremdenfeindlichen Kommentaren. "Für den Tathergang spielt es keine Rolle", hieß es bei der Polizei. "Aber wir nennen Ross und Reiter." - Wer sind
die Opfer?
Eine 45 Jahre alte Frau wurde getötet. Fünf weitere Menschen wurden in der Folge verletzt. - Was ist das
Tat-Motiv?
Die Polizei geht aktuell von einem Beziehungsstreit aus. Anhaltspunkte für einen terroristischen Anschlag gebe es nicht. - Reaktionen
zur Tat
Die Bundesregierung hat sich erschüttert gezeigt. "Wir trauern mit den Angehörigen der getöteten Frau in Reutlingen und sind in Gedanken bei den Angehörigen der Verletzten von Reutlingen und Ansbach", sagte die Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer.
- Was
war passiert?
In Ansbach bei Nürnberg war mindestens ein Sprengsatz explodiert - ein Mann starb, es gab mehrere Verletzte. Ziel war wohl ein Musikfestival. Bei dem Toten handelt es sich um den mutmaßlichen Täter. Der Mann wollte offensichtlich die Bombe mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack am Konzertgelände mit etwa 2.500 Besuchern zünden. Ihm wurde aber der Einlass verwehrt. - Wer
ist der Täter?
Der mutmaßliche Täter ist ein 27 Jahre alter Flüchtling aus Syrien. Der Mann sei vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen und habe einen Asylantrag gestellt. Der Antrag wurde vor einem Jahr abgelehnt, der Flüchtling sei seitdem geduldet gewesen. - Wer
sind die Opfer?
Zwölf Menschen wurden bei der Explosion in Ansbach verletzt, drei davon schwer. - Was
ist das Tat-Motiv?
Bei dem Anschlag handelt es sich um einen Terroranschlag mit islamistischer Überzeugung des Täters, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Der Mann beziehe sich auf Abu Bakr al-Baghdadi, den Anführer der Terrormiliz IS. Auf einem Handy gebe es eine Anschlagsdrohung des Täters selbst als Video. Der Täter kündige einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten. In einer ersten Übersetzung des arabischen Textes heiße es, der Täter handle im Namen Allahs. Zuvor war bekannt geworden, dass der 27-Jährige nach Bulgarien abgeschoben werden sollte. Der Mann sei öfter in psychiatrischer Behandlung gewesen, hieß es. Er soll bereits zweimal versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Der Mann ist nach Angaben der Polizei schon früher strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er sei wiederholt auffällig geworden, unter anderem wegen eines Drogendelikts, sagte Herrmann. - Reaktionen
zur Tat
"Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich es leider für sehr naheliegend halte, dass hier ein echter islamistischer Selbstmordanschlag stattgefunden hat", sagte Bayerns Innenminister Herrmann am frühen Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage, ob der Täter im Zusammenhang mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS)stehe, sagte der Minister: "Es ist dies auf jeden Fall nicht auszuschließen." Konkrete Hinweise auf den IS gebe es allerdings noch nicht.


